Film: W. – Was von der Lüge bleibt

Jan ’23
31
18:00

Université de Neuchâtel
Espace Tilo-Frey 1
Salle R.E. 48
Dienstag, 18. 10. 2021
18.00 Uhr

 

Schweiz 2020
Dokumentarfilm, 111 Minuten
Regie: Roland Colla

nach der Autobiografie von Bruno Wilkomirski
mit Illustrationen desComicszeichners Thomas Ott

Lebenserinnerungen – eine Fiktion?
Das Buch «Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939–1948» schlug international hohe Wellen – sowohl als es erschien, wie auch als sich später herausstellte, dass die angebliche Autobiografie erfunden war. Der Berufsmusiker Bruno Wilkomirski beschrieb in seinem 1995 erschienenen Werk seine frühste Kindheit in einem Konzentrationslager. Er erhielt Preise, war als Zeitzeuge und Experte weitum gefragt. Nachdem vier Jahre später bekannt wurde, dass es sich bei «Bruchstücke» um eine Art Lebenslegende handelt, Bruno die ganze Kindheit in der Schweiz verbracht hatte, beharrte er zunächst auf der Richtigkeit seiner Erinnerungen. Dann zog er sich zurück und äusserte sich nicht mehr öffentlich – bis jetzt.
Collas Film geht den Fragen nach, welches Umfeld und welcher persönliche Hintergrund dazu führten, dass Wilkomirski dieses Buch so geschrieben hat und bis zu welchem Grad etwas universell Menschliches in dieser Täuschung steckt.

Infoblatt: Was von der Lüge bleibt

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